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Ratgeber Schlaganfall

Informationen für Betroffene und Interessierte

Diagnose

Ein Schlaganfall kann sich in Form von verschiedenen Symptomen unterschiedlicher Stärke äußern. Je nach Schweregrad kann es u. a. zu Kopfschmerzen , Gesichtslähmungen, Sprach-, Seh- oder Gleichgewichtsstörungen, Taubheitsgefühl, Verwirrung und Orientierungslosigkeit kommen. Liegt der Verdacht nahe, dass ein Patient einen Schlaganfall erlitten hat, sollte unverzüglich für ärztliche Hilfe gesorgt werden.

Der Schnelltest

In den USA stellten Ärzte ein als Fast-Test (von face, arms, speech, time) bezeichnetes Schnelltestverfahren vor, mit dem i. d. R. ermittelt werden kann, ob bei einer Person ein Schlaganfall stattgefunden hat oder nicht. Dabei werden die Patienten aufgefordert zu lächeln, wobei eine mögliche Gesichtslähmung erkannt werden kann. Des Weiteren müssen die Patienten beide Arme heben und dabei die Handflächen nach oben drehen. So können eventuelle Lähmungen diagnostiziert werden. Als Letztes wird der Betroffene aufgefordert, einen Satz korrekt und deutlich nachzusprechen. Gelingt dies nicht, ist ein Indiz für eine Sprachstörung gegeben. Kann der Patient ein oder mehrere Aufgaben nicht zufriedenstellend erfüllen, kann dies ein Hinweis auf ein erfolgtes Schlaganfallereignis sein. In diesem Fall sollte der Betroffene zeitnah ärztliche Hilfe bekommen.

Zudem ist es für die weitere Behandlung wichtig herauszufinden, um welche Form des Schlaganfalls es sich handelt: Um einen ischämischen oder einen hämorrhagischen. Um dies herauszufinden, kommen i. d. R. bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie oder eine Computertomographie zum Einsatz. Die entstandenen Bilder können jedoch, vor allem bei einer ischämischen Attacke, zunächst unauffällig sein. Wird z. B. nach einem Unfall von einem hämorrhagischen Ereignis ausgegangen, kann eine Lumbalpunktion diesen Verdacht bestätigen. Bei dieser Entnahme von Nervenwasser aus dem Lendenwirbelbereich sind darin vorhandene Bestandteile des Blutes Anzeichen für einen hämorrhagischen Infarkt.

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Schlaganfall-News von Curado.de

  • Stents - fragwürdige Gefäßstützen bei Schlaganfall 02.02.2012
    Nach einem Schlaganfall droht den Betroffenen nicht selten ein erneuter Hirninfarkt, der bei wenigen Patienten eine Einengung der Blutgefäße im Gehirn verursacht. Diese Engpässe können mit Hilfe von Gefäßstützen - sogenannten Stents - erweitert werden. Im vergangenen Jahr musste eine amerikanische Studie jedoch abgebrochen werden, nachdem darin 14,7 Porzent der Patienten nach Einsetzen eines Stents ins Gehirn innerhalb von 30 Tagen einen weiteren Schlaganfall erlitten hatten oder verstorben waren.